Ministrant*innen-Ausflug mit Sommerkino

Unsere Ministrant*innen-Betreuerin Martina lud gemeinsam mit ihrem Ehemann Erich und ihrer Familie vor wenigen Tagen unsere Ministrant*innen auf den Lehenbrandhof ein. Mehr als 20 Kinder folgten der Einladung als Zeichen der Wertschätzung und des Dankes für ihren Dienst.

Zu Beginn des Treffens gab es Gegrilltes zum Essen. Es war ein schöner und lustiger Nachmittag, der den Ministrant*innen sichtlich Spaß gemacht hat.

Der Ausflug endete mit einem Sommerkino, einem unterhaltsamen Zeichentrickfilm, den die Mädchen und Buben bei Popcorn sehr genossen.

Kräuterweihe mit einem Schluck Wein

Mitte August feiern wir das Fest Mariae Himmelfahrt. In früheren Jahren war das auch die Zeit der ersten Schlechtwettereinbrüche, die den Übergang vom Sommer in den Herbst ankündigten. Ob das auch in diesem von großer Hitze geprägten Sommer so sein wird? Wir werden sehen.

Nach der feierlichen Messe durften sich die Kirchgänger – und auch solche, die an der Feier der Eucharistie nicht teilnahmen – vor dem Kirchtor über eine Agape mit Wein und Brot erfreuen und konnten eines der herrlichen Kräutersträußchen erwerben, die mit viel Liebe und Geschick von sachkundigen Händen gebunden wurden.

Angesichts der Bilder von brennenden Wäldern und verdorrten  Felder in vielen Teilen Österreichs, Europas und der Welt muss man als Leoganger angesichts der Pracht, die die heimischen Wiesen und Gärten trotz allem hergaben, voll Dankbarkeit anerkennen, dass wir in unserem Tal in Beziehung auf Trockenheit und Wasser privilegiert sind.

Mögen die Kräuterbüschel nicht nur guten Duft, sondern auch viel Segen in die Häuser tragen. Und der Erlös aus dem Verkauf der Sträußchen viel Gutes in Leogang bewirken.

(Vorläufig) letzte Takte

Mit der Kirchenmusik verhält es sich so, dass wir sie genießen wenn sie uns in feierliche Stimmung versetzt, wir aber nur selten Gelegenheit haben, die Menschen, die sie zum Klingen bringen, von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Denn meist bieten sie ihre Kunst, vor aller Augen verborgen, von der Empore im rückwärtigen Kirchenschiff aus dar. Das gilt insbesondere – und zwangsläufig – für unsere Organistinnen und Organisten.

Alois Eder hat lange Jahre die Gottesdienste in der Leoganger Pfarrkirche als Organist gestaltet, sowohl solistisch als auch als Begleiter für Chor und Gesangssolisten. Nunmehr war es Zeit, offiziell Abschied zu nehmen von dieser Aufgabe, die ja nicht allein Freude ist, sondern auch eine Verpflichtung darstellt.  

Es läßt sich nur schwer ermessen, wieviel Probenarbeit hinter einer oft nur einmaligen Darbietung steckt. Für die vielen Stunden des Einstudierens neuer Stücke, die Auswahl und die Interpretation der geistlichen Werke wollen wir Alois Eder herzlichen Dank sagen! Wir hoffen, dass es kein endgültiger Abschied von der Leoganger Orgel ist, sondern nur der Übergang in eine neue Phase mit zwar weniger Terminen, aber dennoch wiederkehrenden musikalischen Begegnungen am Sonntag Vormittag.

Fronleichnam 2026

Gäbe es Fronleichnam als großen Festtag nicht, müsste man es direkt erfinden! Es gibt im Leben einer Gemeinde nicht viele Anlässe, zu denen die ganze Dorfgemeinschaft zusammenkommt. Fronleichnam bietet eine dieser Gelegenheiten, sich mittels eines Vereins, oder aber einfach auch als einfaches Pfarrgemeindemitglied mit seinen Mitbürgern in Verbindung zu bringen.

Freude und Stolz unter den Vereinen Leogangs ist bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Hochamts in der Pfarrkirche zu spüren, wenn sich alles zwischen Friedhof und Mittelschule sammelt und auf das Zeichen des Kameradschaftsbundobmanns hin, unter den Klängen der Musikkapelle Leogang,  auf den oberen Dorfplatz zubewegt.

Kühl und bewölkt war der frühe Vormittag dieses Jahr, sodass man gern in das goldfarbige Halbdunkel unserer Pfarrkirche eintrat. Wer in der Feier der Messe allein nicht ausreichend Erbauung fand, der gelangte spätestens mit Hilfe der Weisen der Bläserabordnung und den Gesängen der Chorgemeinschaft in die rechte Feiertagsstimmung.

Beim Verlassen der Kirche erwartete die Prozessionsteilnehmer dann blauer Himmel und Sonnenschein. Dramaturgisch gesehen eine Meisterleistung! Besonders erfreulich dieses Jahr, wie viele Pfarrgemeindemitglieder sich der Prozession anschlossen, die nicht in einem Verein organisiert sind! Zumindest beim Verfasser dieser Zeilen bestärkt das die Zuversicht, dass das christliche Leben in Leogang nicht am Verlöschen ist. 

Im Anschluss an den Zug über das Wirtsfeld zu den vier Stationen der Fronleichnamsprozession lud die Gemeinde zu einer gemeinsamen Stärkung im Hotel Der Löwe ein. Letztere diente nicht allein der körperlichen Erholung, sondern stärkte in besonderem Maß auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der Loigomer Katholiken – und vielleicht auch derer, die es dank solcher Tage wieder werden wollen.

Auf Wanderschaft mit dem Heiligen Geist

Auch dieses Jahr war der Wettergott – darf man das auf einer christlichen Pfarrhomepage überhaupt so schreiben? – den Leoganger Wallfahrern  gnädig. Vielleicht schon etwas zu gnädig, denn zum Sonnenschein gesellten sich hohe Temperaturen, die sich beim Aufstieg vom Pass Luftenstein nach Maria Kirchental deutlich bemerkbar machten. Aber Petrus – der ist als Wetterzuständiger mit dem christlichen Glauben eher kompatibel – weiß ja um die kühle Luft des Morgens und der schattigen Lage der Vorderkaserklamm, sodass die Fußwallfahrer vom TÜPL Hochfilzen nach Maria Kirchental immer noch frischen Mutes den wolkenlosen Himmel beim letzten Anstieg genießen konnten.  

Pünktlich traf die Gemeinschaft der Fußwallfahrer auf jene, die den Aufstieg von St. Martin aus in Angriff nahm, sodass der letzte Rosenkranz vor Erreichen des Pinzgauer Doms in der großen Gruppe gemeinsam gebetet werden konnte. 

Die diesjährige Wallfahrt stand unter dem Zeichen eines Jubiläums: vor 325 Jahren wurde das von Fischer von Erlach geplante Kirchenbauwerk geweiht. Nur wenige Jahre später, am 1. Mai 1708, stiftete die Leoganger Knappschaft das berühmte Votivbild über der Sakristei, das die damaligen Wallfahrer zeigt und das als Gründungsereignis der immer noch bestehenden Leoganger Wallfahrt am Pfingsmontag gesehen wird. Eine über 300 Jahre alte Tradition, an der wir im Jahr 2026 unseren Anteil haben – wenn das kein Grund für Stolz und Ehrfurcht ist!

Weil diese jahrhundertealte Tradition sich nicht von der Bergbaugeschichte Leogangs lösen lässt, war dieses Jahr insbesondere die Knappschaft Leogang im Bergkittel beim Hochamt vertreten, was in Verbindung mit der Gestaltung der Messe durch die Chorgemeinschaft Leogang und den Pramauer Musikanten dem Tag eine besondere Festlichkeit verlieh. 

Jedes Jahr möchte man als Teilnehmer an der Wallfahrt denken: „so schön war es noch nie!“ Jede Wallfahrt ist einzigartig, was wohl jeder bestätigen kann, der daran teilgenommen hat. Wer sich vom Zauber dieses Tages, dem Gemeinsam-Unterwegs-Sein, dem gemeinsamen Gebet, der magischen Ankunft im Hochtal und der feierlichen Messe im Pinzgauer Dom anstecken lassen möchte, hat auch kommendes Jahr am Pfingsmontag wieder Gelegenheit dazu!

Andacht im Berg

Es ist mittlerweile eine liebgewonnene Tradition, eine der Maiandachten in der Schrattenbachzeche im Schaubergwerk in Schwarzleo abzuhalten. Es ist nicht nur die Stille im Berg, die einen beeindruckt, auch das Gemeinschaftsgefühl ist tief im Berg besonders ausgeprägt. Offenbar weht immer noch der alte Knappengeist der Kameradschaft durch die Stollen und Schächte unseres Schaubergwerks.

Die engen, teils niedrigen Fahrten und die steilen Aufbrüche, die über schmale Stufen überwunden werden müssen, bedeuten natürlich eine körperliche Herausforderung. In der großzügigen Schrattenbachzeche kommen alle Teilnehmer an der Andacht aber schnell wieder zu Atem, sodass ein kräftiges Mitsingen der Marienlieder leicht fällt. 

Für die Knappschaft Leogang, die das Schaubergwerk betreut, hat die Andacht eine besondere Bedeutung. Denn auch wenn für eine sichere Befahrung der Reviere alles Menschenmögliche getan wird, so ist der Mensch im Berg doch stets auf den Segen von oben angewiesen. So hoffen wir, dass Maria und alle Bergbauheiligen einer schönen, erfolgreichen und unfallfreien Saison mit vielen Besuchern ihren Schutz angedeihen lassen. Glück auf!

Der offizielle Internet Auftritt der Pfarre Leogang