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Zeit zu danken

Der Herbst ist ins Land gezogen und die Ernte zum größten Teil eingebracht. Es scheint ein gutes Jahr für den Obst- und Gemüseanbau, für die Schwammerl- und Beerensuche gewesen zu sein. Wir haben reichlich geerntet und bevorratet, was uns helfen wird, satt und gesund zu sein.

Unter einem grauen Himmel – aber immerhin trocken – trafen sich die Landjugend Leogang, die Vereinsabordnungen und die von einer großen Schar Ministranten begleitete Geistlichkeit bei der Leonhardikapelle, um die prächtige Erntekrone zu bewundern, zu segnen und sie unter den Klängen der Musikkapelle Leogang in die Pfarrkirche zu tragen.

Wie in jedem Jahr, das frei von Missernten und groben Unwettern blieb, wurde beim Gottesdienst dafür gedankt und gebetet, dass wir auch weiterhin in einer intakten und gesunden Natur leben und wirtschaften dürfen. Wofür da alles Danke gesagt werden kann, davon wussten die Volksschulkinder beim Danklied nach der Kommunion ein Lied zu singen:

Laudato si‘, o mi‘ signore – Gelobt seist du, mein Herr

Danke sagten die Gottesdienstbesucher aber nicht nur für die „Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit“, wie es im Schlusssegen so schön heißt, sondern auch für die Früchte menschlicher Begegnungen und Zeichen der Nächstenliebe. So bot das Erntedankfest auch den passenden Rahmen, um unserer Lisi Scheiber, die sich viele Jahre in der Pfarrcaritas engagiert hat, Danke zu sagen: für die zahlreichen Besuche bei unseren betagten Mitbürgern, den Kranken, für die offenen Augen, die die Nöte der anderen wahrgenommen und diese in der Caritas vorgebracht haben und die vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden, die kaum jemand bemerkt.  Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ dafür!

Bei der im Anschluss an die Messe angebotenen Agape konnte der Himmel das Weinen leider nicht mehr unterdrücken, aber der Regen fiel zumindest zu fein, dass die vom Obst- und Gartenbauverein angebotenen Köstlichkeiten noch unter freiem Himmel genossen werden konnten. Mögen wir auch nächstes Jahr wieder mit dankbarem Sinn und in großer Zahl zum Erntedankfest zusammenkommen!

Fronleichnam 2023

Das Fest Fronleichnam 2023, alles wie gehabt? Nein, denn einer fehlte: unser langjähriger Vorausgeher und Mesner Anton Schernthaner. In seinem Gedenken wurde die Messe vor der Prozession gefeiert.

Die Erstkommunionkinder stehen beim festlichen Umzug noch einmal im Mittelpunkt.

Was aber schon gleich blieb, war das schöne Festgewand, das sich der Ort Leogang anzog, und mit wenigen Ausnahmen folgten die Vereine der Einladung der Pfarre und des Bürgermeisters, sich an der gemeinsamen Feier zu beteiligen und sich anschließend im Hotel „Der Löwe“ zu laben.

Die Chorgemeinschaft Leogang sorgte nebst der Musikkapelle Leogang und einem Bläserensemble für die musikalische Gestaltung des Feiertags.

Wer weiß, wie oft wir in dieser Form noch zusammenkommen werden? Österreich zählt zu den weltweit nur noch etwa zwei Dutzend Staaten, wo Fronleichnam ein staatlicher Feiertag ist. Bestimmt werden Industrievertreter uns bald wieder vorrechnen, wieviel Geld so ein Feiertag die Wirtschaft kostet, und wir werden uns von den Zahlen beeindrucken und aufschrecken lassen. Freuen wir uns also über diesen geschenkten Tag und darüber, dass wir ihn gemeinsam feiern können!

Firmung 2023

Samstag, 13. Mai um 10 Uhr: bei heiterem Himmel und begleitet von den festlichen Klängen der Musikkapelle Leogang  werden die Firmlinge und deren Paten vom Firmspender Prälat Eduard Fischnaller, Abt von Neustift in Südtirol, Pfarrer Franz und Diakon Ludwig vor dem Pfarrhof abgeholt und in die Pfarrkirche begleitet, um dort das Sakrament der Firmung zu empfangen.

Die Spende dieses Sakraments stellt nicht nur den feierliche Höhepunkt nach Wochen der Vorbereitung in den einzelnen Firmgruppen dar, sondern bildet auch den Abschluss der christlichen Entwicklung, die mit dem Sakrament der Taufe begonnen hat. Was bedeutet Firmung? Bei manchem Leser dieser Zeilen mag die eigene Firmung schon etwas länger zurück liegen, und damit auch die Erinnerung an den Sinn des Sakraments verschüttet sein:

„Durch das Sakrament der Firmung werden [die Getauften] vollkommener der Kirche verbunden und mit der besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet; so sind sie noch strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zugleich zu verbreiten und zu verteidigen.“

aus: Katechismus der Katholischen Kirche (1997)

Pfarrer Franz drückte das am Ende der Firmfeier etwas hemdsärmeliger aus: „Seid’s koane Loamsiader, sondern mündige und mutige Christen!“

Mutig und mündig erweisen sich jedenfalls immer wieder die Musiker:innen, die unseren Feiern einen festlichen Rahmen verleihen. So auch dieses mal, wo vier jung (gebliebene) Instrumentalist:innen und Sängerinnen eine die Seele ergreifende Musik präsentierten.

Die Pfarrgemeinde, die in erfreulicher Anzahl die Bänke der Pfarrkirche füllte, darf sich glücklich schätzen, so viele junge, motivierte und im Glauben gestärkte Mitglieder mehr in ihrer Mitte zu haben. Mit ihnen verbindet sich auch der Wunsch und die Hoffnung, dass auch zukünftig der Zusammenhalt in der Gemeinschaft der Gläubigen und der Dorfgemeinde gestärkt und gefördert wird!