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Erntedank, Gott sei Dank!

„Gott sei Dank!“ ist ein Ausruf, den wir gern in Situationen verwenden, wenn uns etwas erspart bleibt. Selten verwenden wir ihn im Zusammenhang mit einer Gabe, die nicht selbstverständlich ist. Und was ist schon selbstverständlich? 

Pfarrer Franz fragt im feierlichen Rahmen kirchlicher Feste gern die Kinder rund um den Altar, was wir eigentlich feiern. Diesmal ging es genau um die Dinge, die uns geschenkt werden, und für die wir „Danke!“ sagen sollten. Und den Kindern fiel so manches dazu ein: die Ernte (klar!), Essen, Familie, Liebe, Gesundheit,… ein jeder füge in einer stillen Stunde die Begriffe dazu, die das eigene Leben reich und schön machen.  

Was am Erntedankfest 2026 ganz besonders herausstach – nebst der durch die Landjugend Leogang wie immer sehr schön gestalteten Erntekrone – war die frisch restaurierte, große Prozessionsfahne. Mächtig und prächtig führte sie die Vereine am Weg zur Leonhardikapelle an, wo Pfarrer Franz sowohl Erntekrone als auch Fahne mit Wasser und Weihrauch segnete.

Die Kirche war erfreulich gut gefüllt und gab so einen schönen Rahmen für die feierliche Messe ab, die musikalisch von Ilse Grießenauer mit den Singing Kids und der Musikkapelle Leogang begleitet wurde. Die Fürbitten wurden von der Landjugend ausgesprochen, die auch die Erntegaben mit Worten des Dankes am Altar niederlegte.

Im Anschluss an die Festmesse konnte sich die Pfarrgemeinde an der Agape laben, die vom Obst- und Gartenbauverein gemeinsam mit den Leoganger Bäurinnen gestiftet wurde. Und die Musikkapelle Leogang ließ sich auch nicht lumpen und steuerte flotte Märsche zu den veredelten Schmankerln bei, die die Gärten, Äcker und Felder mit all der menschlichen Arbeit hervorgebracht haben.

Die Hausmeister der Häuser des Herrn: unsere Mesner

Über viele Dinge in unserem Pfarrleben machen wir uns selten oder gar keine Gedanken. Etwa darüber, wer sich um die Pfarrkirche Leogang oder die Hüttkapelle annimmt, sie kontrolliert und in Schuss hält, die notwendigen Adaptierungen im Lauf eines Kirchenjahres vornimmt, sich um die Verbrauchsgüter kümmert, die Kollekte sammelt, Rauchgefäße füllt und versorgt usw.

Wie notwendig all die vielen guten Geister rund um unser spirituelles Leben sind, fällt uns —  nicht immer, aber oft — erst auf, wenn sie fehlen. In Leogang (und Hütten) sind wir in der glücklichen Situation, dass wir über viele dieser “Kümmerer” verfügen! Im Zuge der Erntedankfeier wurden diesmal die Mesner, die sich im Kirchenbild stets im Hintergrund halten, vor den Vorhang geholt und ihnen mit der Verleihung des Mesnerabzeichens gedankt.

Die “Hausmeister” der Kirchen und Kapellen: Hans Riedlsperger, Hans Müllauer, Andi Quehenberger, Christl Bacher, Elisabeth Eder, Sigi Riedlsperger

Wenn wir das nächste mal beim Sammeln ein paar Münzen in den Klingelbeutel werfen und dafür ein „Vergelt’s Gott!“ ernten, dann wollen wir das gedanklich auch einmal zurückgeben für die vielen, nicht selbstverständlichen Arbeiten, die unsere Mesner für uns erledigen.

Im Anschluss an den Festgottesdienst zum Erntedank lud der Obst- und Gartenbauverein am Schulhof auf ein geselliges Beisammensein mit Apfel- und Hopfensaft und kleinen Leckerein zum Essen ein, musikalisch begleitet von den Klängen der Musikkapelle Leogang.