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Jetzt schlägt’s (wieder) dreizehn!

Ja, im besten Sinn schlägt’s wieder dreizehn Uhr von unserer Kirchturmuhr. Das hat es natürlich auch während der Zeit der Renovierung der südlichen und nördlichen Turmuhr-Zifferblätter, aber jetzt kann man die zugehörige Uhrzeit auch wieder sehen.

Demontage des nördlichen Ziffernblatts

Die Turmuhr der Pfarrkirche und jene der Kapelle in Hütten sind die einzigen Uhren im öffentlichen Raum in Leogang. Nicht einmal einer unserer beiden Bahnhöfe verfügt über eine Bahnhofsuhr (aber halt – an der Steinberg- und an der Asitzbahn hat’s ja auch noch jeweils einen Zeitmesser.  Nur rauschen wir dort entweder auf Ski oder am Fahrrad vorbei).

Man könnte also annehmen, wir Loigoma leben weitgehend zeitlos glücklich. Ganz glauben mag man das angesichts der Hektik auf unseren sommerlichen Straßen und Radwegen aber nicht. 

Lassen wir doch unsere Kirche mit ihrer Uhr den Takt des täglichen Lebens angeben, mit Sonntags- und Feiertagsruhe – samt Besuch der Messe klarerweise – dem morgendlichen, mittäglichen und abendlichen Angelusgebet (oder einfach nur einem Innehalten). Oder lasst uns zumindest hin und wieder beim Anblick unseres Kirchturms über das Geheimnis der Zeit und ihres Vergehens sinnieren.     

Ein herzliches Dankeschön an unsere Bergrettung, die wieder einmal unentgeltlich für die sichere Rückkehr der renovierten Zifferblätter an ihren angestammten Platz gesorgt hat!

Ein windiges Unterfangen…

Als Leogang die Zeit abhanden kam

Da war etwas komisch am Leoganger Ortsbild, zwischen Juni und Ende August. Nach ein paar Sekunden der Verwunderung ist es dann jedem aufgefallen: die Ziffernblätter der Leoganger Kirchturmuhr waren verschwunden. Vielleicht hat sich der eine oder andere gedacht, dass die Turmuhr – ähnlich den Kirchenglocken in der Karwoche – nach Rom geflogen sei. Über einen solchen neuen Brauch ließe sich nachdenken. Der Grund, weshalb in Leogang für etliche Wochen alle (Kirchturm-)Uhren stillstanden, war aber ein banaler: die Turmuhr bedurfte einer Renovierung.

Die Bergrettung Leogang rückte zu diesem ungewöhnlichen Einsatz aus und barg die Ziffernblätter mit der gleichen Sorgfalt, mit der sie es auch mit in Not geratenen Bergsteigern tut. Im Gegensatz zu einem Verunfallten brachte sie den „Patienten“ nach seiner Renovierung aber wieder zurück an den Ort des witterungsbedingten Unglücks. Beide Einsätze erfolgten unentgeltlich!

Ein herzliches Dankeschön seitens der Pfarre ergeht an Malermeister Michael Gühl aus Stuhlfelden, der den vier sichtbaren Elementen unserer Kirchturmuhr neuen Glanz verlieh.

Und in aller Demut bedanken wir uns bei der Katholischen Frauenbewegung, die die Kosten für die Erneuerung der Uhr und somit der Verschönerung der Pfarrkirche trug. Auf dass uns das Vergehen der Zeit und unsere eigene Endlichkeit wieder – sichtbar – vor Augen geführt werden.

Kirchenputz 2023

Wie man am obigen Bild feststellen kann, gerät der Heilige Leonhard geradezu in Verzückung, wenn er am Kinn vom Staubwedel gekitzelt wird. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen Helfern, die sich dieses Jahr an der Säuberung unserer Pfarrkirche beteiligt haben und allen Heiligen und Engeln diese Wohltat angedeihen haben lassen.

Und falls jemand der Meinung sein sollte, die Kirche sei verstaubt, dann liegt es möglicherweise daran, dass er/sie sich nicht an der gemeinsamen Arbeit beteiligt hat…